Whiskytasting April 2018

Alexander Weller

Freitag 13. (April) !

Viel mehr Glück gibt es wohl kaum noch!
Man sollte dazu eigentlich zusätzlich noch eine schwarze Katze organisieren! Überhaupt wäre es empfehlenswert an einem Freitag den 13. Feierlichkeiten zu planen.
Die Casinos Austria sind da schon Jahrzehnte beispielgebend!
Allerdings ohne schwarze Katze.
Aber, wenn man Glück hat, geht man dann mit einem Kater nach Hause.

Fastenzeit endlich vorbei. 19 Uhr. Die Sonne bereits freundlich erwärmend.
Auf Rudis Terrasse hat es 18 ° PLUS! Vom Schnee keine Spur mehr, hat sich im Tal definitiv verabschiedet. Es grünt und blüht wohin man auch schaut.

Zu den eintrudelnden erwartungsvollen Gästen gesellt sich zur Begrüßung  „Pure Scot“, ein angenehmer Blend mit 40 Vol% der Destillerie Bladnoch,  dazu. Die Reportage der Tiroler Tageszeitung über Hausherr Rudolf Hundsbichler wird dazu beigetragen haben, dass diese Veranstaltung rasch und mit vielen Erstbesuchern, ausgebucht war. Auf den üblichen Vortagsplatz musste sogar noch ein 8er Tisch eingeschoben werden.

Frau Tina, Rudys Ehefrau und Küchenchefin, hatte wiederum ein fantastisches variantenreiches Buffet produziert, weil Whisky soll nicht nur freundlich zum Konsumenten sein, sondern man sollte auch kollegial zu Whisky sein!
Dieser Blend muss einfach harmonieren!
Die professionell dünn geschnittenen Wiener Schnitzeln erfreuten sich großer Aufmerksamkeit, weshalb so manch einer nochmal nachgetestet hat ob das zweite Schnitzel genau so hervorragend war wie das erste Schnitzel!
Kein Wunder, denn normalerweise verwendet Frau Tina für Herren Tastings Lagavulin ¼ Cask für ihre Panier. Diesmal, da sich mehrere Damen angemeldet hatten, arbeitete Frau Tina mit den eher lieblichen Famous Grouse 12 y.

Bei 30 Partizipanten ist es nicht einfach für den Vortragenden sich Gehör zu verschaffen, vor allem wenn für einigen Personen offensichtlich andere Themen wichtiger sind und die Interessierten Teilnehmer mit Ihrem Gemurmel ärgern und dem Vortragenden somit keinen Respekt entgegen bringen. Bald war allerdings klar, das Rudy die Hauptperson an diesem Abend war und
Konnten wir nunmehr seinen höchst lehrsamen Ausführungen konzentriert verfolgen.
Rudy hat ein unwahrscheinliches Whiskywissen und kennt namentlich Destellerie-Eigentümer  und Absatzmengen der verschiedensten Produzenten, Herstellungsverfahren, Geschmacksrichtungen, Exportkanäle, Eigenheiten, Marketing Philosophien, Holz der Fässer, etc, etc.
Bei den namentlichen Nennungen der Schwiegermütter der Eigentümer der Privat Destillerien
ist er allerdings noch nicht ganz sattelfest.
Da muss Rudy noch daran arbeiten!

Nachdem das Käsebuffet auf uns wartete erlebten wir folgende Nasen- und Gaumenkitzeln:

  • Glenmorangie , Spios, Privat Edition Nr.9, 46 Vol%
  • Mannochmore-17y- Bourbon Cask 52.56 Vol%  – Diageo, Abfüllung Cadenhead`s, Campbeltown, unabhängiger Abfüller
  • Linkwood, Potstill Dog Edition, 57.9 Vol%, Destilled 23. Juli 2006, Bottled 17. Nov. 2017, 72 Bottles, Abfüller A.D. Rattray, unabhängiger Abfüller Linkwood produziert nur 2% für Single Malt, Rest ausschließlich für Blends (Bells, White Horse, Dimple, Johnny Walker, Haig)
  • Highland Park „The Dark“,  55.9 Vol%, 17 y, „Limited Edition“ – 19.000 Bottles worldwide.
  • Woflburn 128, 46 Vol%, 6.000 bottles worldwide. Herkunftsort Thurso ( „Wasser des Bullen“ oder „Fluss des Thor-Thorsaa). Ist derzeit die nördlichste Festland Destillerie Schottlands. Sie zählt zu den kleinen Brennereien mit einem Produktionsvolumen von ca. 115.000 L pY.
  • Poit Dhubh (Schwarzer Topf) 12y, 43 Vol%, soll an die Schwarzbrennerzeiten erinnern. Abfüller Praban na Linne, gegründet 1976 auf Skye, Besitzer Sir Ian Noble.
    (Mit „Torabhaigh“  gibt es seit 2017 gibt auch eine eigene Destillerie auf Skye).

Es war wieder ein reales Erlebnis und beim nächsten Tasting sollte man sich raschest anmelden,
because there exist in this case a REAL „Limited Edition“

Just drink about it!

empfiehlt

www.alexanderweller.at