Verkostungen

Whiskyschiff MS Achensee

Alexander Weller

Der Achensee liegt im Naturschutzgebiet Karwendel, hat 133 Meter Tiefe, verfügt über 9 Km Länge und ist der wohl der beliebteste und bekannteste See der Tiroler und Tirolerinnen. Es werden die wildesten Geschichten über den Achensee und deren Bewohner „Die Ache`n-Seeher“ kolportiert. Es muss ja einen Grund geben weshalb die „Seher“ ungern in Ihre Vergangenheit tauchen. Das praktizieren die Halb-Bajuwaren lieber direkt im See selber. Interessant das Verhältnis zu den Zillertalern. Getrennt durch die Inntalfurche, grüßt man sich zwar, aber ein Seher wird wohl kaum Zillertaler Bier in seinem Betrieb führen bzw mit Genuss konsumieren.

Lassen wir diese Geschichte der See und Tal Rivalität und schauen auf das WW (Whisky Wesentliche) vom 23.Oktober 2021:

Die Organisation, präzise vorbereitet, jedoch ein wenig unüblich: Anstelle eines fixen Bus-Abfahrtsplatz wurde für eine flexiblere Variante entschieden. Jeder Teilnehmer wurde von zu Hause abgeholt!!!
Nicht verwunderlich, dass ab Innsbruck Richtung Achensee bereits in Innsbruck einen viertel Stunde Verspätung entstand. Vermutlich war das mit Absicht eingeplant, denn warten erhöht sowohl die Erwartungshaltung und somit auch die Spannung!

Thomas Freundin Nina aus Zell (am See!) kontrollierte gekonnt die 4 Gs: Getestet, Geimpft, Genesen & Gesehen und verwöhnte die Bus-Einsteiger mit Reise Proviant.
Einen „Welcome Glenlivet 12y“, sowie, damit das Reden keine Hals Beschwerden hervorruft, ein kleines Flascherl mit Vitamin Flüssigkeit, wohl auch „Zipfer“ genannt. Pünktlich erreichten wir den mit verschiedenen „Versorgungsinseln“ ausgestatteten Abfahrtsplatz beim Fürstenhaus.

Auf der MS Achensee die übliche 4 G Kontrolle und an der Kasse die Möglichkeit zum Erwerb, der als Zahlung vorgesehenen Chips. Es war bereits reger Betrieb denn ein Großteil der Teilnehmer war schon längst bei den verschiedenen Whisky Inseln, übersichtlich verteilt in verschiedene Gruppen, High/Low Lands, Islys, Blends und „Rest der Welt“, eifrig beim debattieren und konsumieren. Insgesamt standen 243 verschiedene Sorten zur Auswahl.

Ein großes Lob an das „Tiroler Schotten Service Team“, gekonnt und professionell wurde beraten und eingeschenkt.

Der Zigarren Insel, war logischerweise im Freien, was beim zuständigen Herr Mayrhofer deutlich an der Farbe seiner Nase sichtbar war. Ziemlich grau und daher angepasst an die Asche seiner Zigarren.

Die „Pipers“, direkt eingeflogen von St.Ulrich am Pillersee, versorgte das Schiffspublikum mit original schottischen Klängen. Die ganze Gesellschaft unterhielt sich prächtig und „Netzwerkten“ in lockere gemütliche Atmosphäre.

Im Grunde spielte sich hier bei uns in Tirol ein gigantisches Spektakel ab. Mit See und Hügellandschaft wähnte man sich tatsächlich in Schottland!

Abfahrt des „Whisky Schiffes“ pünktlich um 19. Uhr. Die Motoren kaum hörbar, wie Hybrid. Windstill, der See ruhig, ohne Wellen. Nur beim Hinausschauen bekam man das Gefühl auf einem Schiff zu sein.

Herr Mario Prinz, Master of the Quaich, langjähriger Beschaffer seltener Whiskys für den Claymore Whisky Club und vor allem Vermittler schottische Marketing Manager nach Innsbruck, eröffnete den offiziellen Teil der Veranstaltung.

Herr Gert Weihsmann, proud in „Great Britain Flag Shoes“, Keeper of the Quaich, Verantwortlicher und Sponsor des weltweit zweit größte Spirituosen Giganten Pernod Ricard, erklärte die verschiedene Menu-Begleiter.

„Claymore Club“ Gründer, Rudy Hundsbichler, ebenfalls Keeper oft the Quaich und Organisator dieses Whisky Happening, wünschte einen interessanten Abend.

Für die zur Verfügung gestellten Whiskys hat die Küche ein 5 Gang Menu kreiert:

  • Entrée: The Glenlivet 12y
  • Suppe: Chivas Regal 15y
  • Zwischen Gericht: Chivas Regal Mizunara japanese Cask finish
  • Hauptgericht: Aberlour 18y
  • Dessert: Aberlour A`Bunah, Oloroso cask, original cask strength, 59.6 Vol.%

Für mich als Beobachter verteile ich für das Service das Maximum an Punkte. Unauffällig, schell und bewundernswert gut umgehend mit dem (zu) schweren Geschirr. Auch ein Lob an das Küchenpersonal. Sie haben sich bemüht aber es war deutlich bemerkbar (Hauptgericht), das für diese Anzahl an zu versorgenden Gästen, entweder die Küche zu klein oder zu wenig Personal ebendort vor Ort war.

Ein LOB der Achensee-Schiffahrt die sich getraut hat dieses Whisky Abenteuer zu organisieren und extra für diese Veranstaltung die richtigen „Nosing“ Gläser besorgt hat.

Insgesamt war dieses erste „Whisky am Schiff Spektakel“ eine (Achensee) Reise wert!

Die Bus Heimreise, nicht durch alle Anwesenden richtig real miterlebt, war wiederum eine interessante „Sight Seeing Tour“. Dermaßen interessant, dass in Absam sogar ein Kollege unbedingt im Bus bleiben wollte. Er möchte, bitte schön, doch direkt vor seiner Haustüre, quasi in seinem Wohnzimmer, aussteigen. Dieses Begehr wäre in der engen Zufahrt nicht nur ungemütlich, sondern mit der zweieinhalb Tonnen Begrenzung sogar verboten!

Wir bedanken uns bei www.brisnikbus.at, speziell beim Chauffeur, der sich gewiss noch längere Zeit an diese unfallfreie Fahrt und seine Whisky Passagiere erinnern wird. Er hat mich um ca. 2 Uhr früh, nicht weit von zu Hause, zart und leise, abgesetzt.

Es war „ein voll cooles Happening“
&
I hope to see you next year at the same station
meint
Alexander Weller
www.alexanderweller.at

Schlumberger / Top Spirit Happening 23. Juli 2021

Alexander Weller

Tokio: Olympische Spielereien.
Da läuft Einiges nicht nach Plan.
Eröffnung; die meiste Plätze leer.
Opening Zeremonie, sehr aufwendig.
Sturm wird erwartet.

Innsbruck, Stadtteil Amras: Schlumberger/Top Spirit Spielereien.
Hier ist genau das Gegenteil der Fall. Das Gesamtpaket ist vorbereitet und verläuft perfekt nach Plan.
Teilnehmerzahl ist wie immer begrenzt und daher ausverkauft.
Opening Zeremonie wie am Fließband, locker und entspannt.
Sommer Wetter, ideal für ein „Outdoor Happening“!

18.30 Uhr;
Erwartungsvoll, mit guter Laune im Gepäck, erscheinen die ersten Whiskyfans und werden mit einem erfrischenden „Tullamore D.E.W. – Ginger Ale one Ice“ Longdrink empfangen.
Hausherr und Zeremonienmeister Rudy Hundsbichler introduziert die drei Hauptpersonen dieses Abends: „Premium Brand Activation Manager“, ehemaliger Weltenbummler, Gastronom und Barman Andreas Trattner assistiert durch die seit November 2020 neu im Schlumberger Nest gelandete Frau Daniela Brunner.
Die eigentlich wichtigste Hauptperson des Abends sind die Vielzahl der zu beurteilenden Whiskys.

Hier tritt Meister Andreas Trattner in Aktion:
Locker, fachkundig und professionell vorgetragen, erfahren die Teilnehmer über Entstehung, Geschichte und Werdegang  von

  • Hatozaki – Pur Malt – 46 Vol%, all the way from Japan
  • Glenfiddich 18y – Small Batch 40 Vol% und
  • Macallan 12y – Sherry Oak Cask – 40 Vol%

Nach so vielen Informationen aus dem Ausland und Freude im Glas, haben Grillmeister Sohn Thomas  und  Mutter Tina das Buffet eröffnet.
In den Claymore Whisky Club Statuten wird zwar nicht ausdrücklich festgehalten, dass Tasting Teilnehmer doppelt mit Speisen zu bewirten sind, dennoch hatte Herr Thomas noch ein bisserl mit „Crisp bacon“ und XL-Burger-überbacken mit Alm-Käse – nachgelegt.

Nach dieser üppigen Pause war Herr Andreas aufgefordert die eher müde wirkenden Teilnehmer zu „aktivieren“
Es folgten:

  • Bruchladdich – Isley Barley – 2012 50 Vol%
  • The Balvenie – „The week of peat“ 14 y – 48.3 Vol%
  • Highland Park – „Valfather“ – 47 Vol%
  • Port Charlotte – Pac 01 – 2011 – 56.1  Vol%

Nicht nur sämtliche Besonderheiten zu den einzelnen Destillerien wurde uns erklärt, sondern die exakten Reiserouten ebenfalls!

Es war wiederum ein besonders lehrreicher Abend. Lehrreich, weil wir diesmal bewusst nicht über die Whiskyherstellung unterrichtet wurden (dies wurde uns im Laufe der vielen Tastings bereits ausreichend eingeimpft), sondern über interessante „Whisky Supplement Informationen“ der einzelnen beteiligten Häuser.

Ein gemütliches „indoor nosing fare well coversation“ mit der reichlich vorhandenen Kunstwerke beendete diesen Sommerabend!

Wir bedanken uns bei Schlumberger / Top Spirit, mein ehemalige Arbeitgeber, und im besonderen bei Meister Andreas Trattner und Frau Daniela Brunner die diesen ereignisreichen Abend ermöglicht haben.

Take care
have a nice drink
&
best wishes
from
Alexander Weller
www.alexanderweller.at

Verkostung 15. Juli 2021

Alexander Weller

Mitte Juli 2021:
Von Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Limburg-Niederlande und Ost-Belgien haben wir erst am nächsten Tag erfahren, daher konnten wir unser schon länger geplantes „Chivas Whisky Tasting Programm“ erwartungsvoll starten:

Der Platz wo normalerweise der Vortragende steht war mit einem 8 Personen Tisch besetzt! Das zeigte wie viel Interesse für dieses außergewöhnliche Tasting vorhanden war. Zudem mussten noch vielen Whiskyliebhabern abgesagt werden!
Glück für die Anwesenden!

Meister „Keeper of the Quaich“ Gert Weihsmann von www.pernod-ricard.at hatte nicht nur verschiedene Whiskys des Hauses im Gepäck sondern auch eine äußerst seltene „Chivas do it yourself blending box“! (Übrigens erscheint in September ein durch ihn kreierter Winter Krimi in Buchform. Dieser spannende und realistisch fiktive Geschichte spielt sich in einem weltweit bekannten Tiroler Schisport Dorf ab.
www.gmeiner-verlag.de/buecher/titel/ischgler-schnee.html )

Nach dem „Welcome Drink“ Chivas 12 y und The Glenlivet 12 y, war zur Festigung der Körperstabilität ein „Sicherheit Stabilisator“ vorgesehen. Hierzu wurde Herr Piegger www.piegger.at , aus Sistrans, „The best butcher from the whole Area“ beauftragt. Das Mittelgebirgs Span(nendes) Ferkerl, namens Theodor, frisch und knusprig zubereitet, reichlich gefüllt mit herrlichen Zutaten, war dafür vorgesehen. Meister Piegger meisterte dieser Aufgabe hervorragend und höchstpersönlich!
Der Beweis: Viele der Teilnehmer versorgten sich nicht zweimal, sondern manche sogar DREI mal!!!

Gekonnt, fließend und humorvoll führte Whisky Experte Mister Gert die Anwesenden durch die Blend Welt im allgemeinen und die der Pernod Ricard Kunstwerke im besonderen! Wer hätte das gedacht:
Das Verhältnis der Blends gegenüber Single Malts verhält sich weltweit 90 zu 10 %!!!
(Daher rührt die oft ins unendlich steigernde Preistreiberei der Single Malts.)

In meiner langjährigen Gastro-Karriere, als legaler Drugs (Spirituosen) Promoter/Dealer und gewiss über 100 verschiedene nationale und internationale Tasting Erfahrungen, war diese „do it yourself Praxis“ wohl einzigartig und für mich die absolute Tasting Krönung!
„Je älter der Mensch, desto mehr wird er wieder zum Kind“ wurde hier deutlich sichtbar! Laute, aufgeregte, angespannt gestikulierende bastelnde Teilnehmer versuchten hier den besten Blend zu produzieren!

Einmalig und bewundernswert Lehrmeister Gert! Bei JEDEM fanatischen Blend Bastler probierte Meister Gert das Resultat und kommentierte gekonnt deren Endprodukt. Bis zum Schluss und nach noch einigen Proben aus dem Hause Pernod Ricard, waren keinerlei Probleme mit seiner Muttersprache erkennbar!!!
Chapeau!

Chapeau auch für die Familie Hundsbichler!
Tina, Thomas und Rudy die immer wieder durch viel Einsatz mit Veranstaltungen wie diese, versuchen Whiskykultur in Tirol zu propagieren und dadurch zu maximieren. Auch hier ziehe ich als gebürtiger Niederländer meinen (Tiroler) Hut.

meint
Alexander – Persönlicher Verstappen (Senior) Betreuer
www.alexanderweller.at

Tasting & Barbecue

am FR 31.7. und SA 1.8.2020 hat Rudi wieder zu einem Tasting geladen. Diesmal wurde die Verkostung mit einem Grillabend kombiniert. Thomas hat auf seiner neuen Grillstation wahre Gourmetgerichte gezaubert und alle Gäste kulinarisch verwöhnt.

Anschließend wurden die Korken folgender Flaschen entfernt:

  • Glendalough 7yo (Begrüßung)
  • Glendronach 15yo Revival
  • Mortlach 15yo aus der Game of Thrones Serie
  • Glenfiddich 19yo Age of Discovery Bourbon Cask (fast nur noch auf Ebay erhältlich)
  • Kilchoman The Nederlands No.1 (eine von 1260 Flaschen)
  • Highland Park Single Cask 2006/2019  Germany (eine von 658 Flaschen)
  • Laphroaig 10yo Cask strength (die neue Abfüllung)

Sehr gemütliches Ambiente, trotz Einhaltung der Abstandsregeln, an beide Abenden.

Der Claymore Whisky Club wünscht allen Mitgliedern und Freunden noch einen erholsamen Sommer und viel Gesundheit. Die nächste Verkostung wird voraussichtlich im Herbst stattfinden.

Slainte
Rudi

Double Tasting Juni 2020

Am 12.6. und 19.6.2020 trafen sich wieder Mitglieder und Freunde zu einer etwas anderen Verkostung. Damit die Abstandsregelungen laut COVID-19-Verordnung eingehalten werden konnten, wurde die Verkostung auf 2 Termine aufgeteilt. An beiden Tagen wurden folgende Whiskys von Rudi präsentiert.

  • Suntory Old Whisky (aus den 70er Jahren)
  • Dalmore Port Wood Reserve
  • Tullibardine 15yo
  • Tamdhu 15yo
  • Arran 21yo
  • Ardbeg Wee Beastie
  • Ardbeg Day Whisky 2020 – Ardbeg Blaaack

Trotz einiger Schutzmaßnahmen, z.B. Plexiglasscheiben, ein sehr gemütlicher und interessanter Abend. Für das leibliche Wohl wurde natürlich auch gesorgt.

 

Slainte

Verkostung Dezember 2019

Claymore Whisky Club

Am 30.12.2019 fand wieder die legendäre „Vor-Silvester Verkostung“ im Amraserhof statt.

Zahlreiche Mitglieder und Gäste trafen sich zu einem gemütlichen Abend um die von Rudi exklusive Auswahl ausgezeichneter Whiskys zu verkosten.

Zur Stärkung gab es wie immer eine deftige Mahlzeit. So konnten alle Teilnehmer bis in die frühen Morgenstunden den Abend genießen.


Der Claymore Whisky Club wünschst Allen einen guten Rutsch und ein gutes neues Jahr.

Slainte

Tripple-Tasting im Oktober 2019

Folgende Verkostungen mit Vertretern der unten angeführten Destillerien haben wir im Oktober für unsere Mitglieder und Freunde organisieren können:

Alexander Weller
  • FR, 25.Oktober, 19 Uhr: Deborah Stewart von Glenfarclas
  • DI, 29.Oktober, 19 Uhr: Steven Cameron von Gordon&MacPhail und Cara Wilson von Springbank
  • MI, 30.Oktober, 19 Uhr: Fergus von Duncan Taylor und David Lind von Glen Scotia

Tag 3 (30. Oktober 2019) hat auch unser Experte Alexander Weller besucht und einen ausführlichen Bericht verfasst. Viel Spaß beim Lesen.

Die goldgelben Blätter liegen zum Teil Knöchelhoch in den Innsbrucker Parkanlagen.
Nachts drückt die Temperatur fast schon dem Nullpunkt entgegen.
Es ist daher kurz nachdenken angesagt; Sommerjacke oder schon Wintermantel anziehen?
Die Unsicherheit verflüchtigt sich zusehends und ich denke an die wärmenden Whiskykunstwerke, welche uns schon bald, inklusive schottische interne Informationen kredenzt werden und Tag Nummer drei nach der sinnlosen Zeitumstellung von Sommer auf Winter.

Bei so einem Abend, wo extra zwei Whisky Experten aus Schottland angereist sind (!!!), haben wir keine Umstellungsprobleme, sondern nehmen voller Erwartung eine positive Starteinstellung dieses Abends automatisch mit und begeben uns Richtung www.claymore-whisky-club.at

Rudy verteilt „Lochmond Single Grain“ als „Welcome-Drink“, fungiert aber ebenfalls prächtig als „Feel good drink“!

24 Whisky Interessenten nehmen an 3 „8er Tischen“ Platz und Rudy stellt den Vortragenden David Lind , „Regional Director Europe“ des „Loch Lomond Group“ vor. (www.lochlomondgroup.com)
David, ein athletischer sympathischer Mittdreißiger aus Glasgow, ist wohl der geborene Entertainer. Energisch benützt David seine Arme, Beine, Kopf, Augen und nicht zuletzt seinen Mund, ja sein ganzen Körper setzt er gekonnt ein, um mit kraftvoller Stimme uns seiner Sicht der fantastischen Whiskywelt, besonders die der Loch Lomon zu vermitteln.

David startet mit „The Glen Scotia Double Cask“, und erzählt über Herstellung von Casks, Bourbon Casks, Pedro Ximinez Casks, „second fill“, „ 70 % des Endprodukts stammen von den Fässer“, „Peat smoke“ etc. etc.

Nachdem Sohn Thomas für seine weitere berufliche Lebensvorbereitung aktiv in Asien verweilt, übernehmen Rudy und Tina das aufbauen des berühmten, und durch alle Teilnehmern hoch geschätzte, „TTB“, auch „Tina´s Tasting Buffet“ genannt, auf. Es bedarf für Tina und Rudy nicht nur aufbauen, sondern ebenfalls einschenken, servieren, abräumen, Gläser säubern, wieder einschenken und servieren und hie und da fachliche Auskünfte verteilen.

Alle Achtung!

Alle Menschen sind verschieden. Auch Whisky Liebhaber!
Während manch Einer mit einem Schnitzel das Auslangen findet, benötigt ein anderer zwei davon. Natürlich nicht wegen Hunger, sondern wegen der „Unterlage“ und die Idee die ein oder andere Probe mehr, oder besser, den Körper anpassen zu können.

Nach dieser gelungener „Unterbrechung“ fahrt David enthusiastisch weiter mit „Glen Scotia 15 yo“, „Glen Stotia 18 yo“ und beendet seine beeindruckende Vorstellung zum Abschluss mit „Glen Scotia Victoriana“.

Äußerst imponierend der Auftritt von einem zweiten Whisky Anbieter, also Mitbewerber von „Loch Lomond“, welche praktisch zur gleichen Zeit wie Loch Lomond um „good will“ und Neukunden wirbt. Frau Rachel Keane, eine attraktive junge Schottin mit Ausbildung unter anderen in Spanien und Mexico, ist „International Sales Executive“ von „Duncan Taylor“. (www.duncantaylor.com)
„Duncan Tayler“ verfügt nicht über eine eigene Distilliere, sondern kauft am Markt Whiskys ein und mischt, also „blended“, füllt ab und etikettiert im eigenen Warehouse („Mischgebäude“).
Im Gegensatz zu Weltmarken ohne Jahresangaben, sei es Cognac, Tequila, Rum oder eben auch Whisky, wo sich Konsumenten weltweit immer die gleiche Qualität und den Geschmack erwarten und auch bekommen (!!!) – daher auch meine Bezeichnung „Kunstwerke“ – sind diese „Abfüller“ Geschmacksverpflichtung unabhängig.
Es gibt davon nur ein, zwei oder drei Fässer und danach ist eben Ende dieses Produktes. Flaschen mit Nummernangabe sind daher nicht unbedingt eine Aufwertung des Produktes, sondern, obwohl einzigartig, eine Notwendigkeit.

Auch Frau Rachel erklärt, erzählt und vermittelt gekonnt über die Geschichte und Entwicklung des Hauses „Duncan Taylor“. (www.duncantaylor.com)
Sie präsentierte „Highland Park Potstill Edition 2005, Octave Cask 13 yo“, „Auld Reekie 10 yo“ sowie „Laphroaig Potstill Edition 2005 Octave Cask 13 yo“.

Insgesamt wieder einer der Abende wo es sich absolut gelohnt hat sich von der gemütlichen Stube zuhause zu entfernen um ein einzigartiges Whiskyseminar zu erleben.

meint

www.alexanderweller.at

Summer Tasting

Am Freitag, 26.6.2019, haben wir uns vor den Sommerferien noch einmal zu einem Tasting getroffen. Aufgrund der hohen Außentemperaturen (37° C) mussten wir erstmalig in den Gastgarten ausweichen.

Gekühlt von einer leichten Brise von Norden konnten so alle Gäste den Abend genießen.

Zur Stärkung (Unterlage) gab es diesmal ein wunderbares Spanferkel (vom Metzger in der Nähe) mit Krautsalat. So haben alle Mitlieder und Gäste bis in die frühen Morgenstunden die Verkostung souverän gemeistert.

Folgende Whisky wurden verkostet:

  1. Kingsbarns  Dream to Dram
  2. Mc Warrior PX  – House of Mc Cal
  3. Edradour 10yo Homage to Samoa Cask No 113 only for Austria
  4. Kilchoman  STR
  5. Deanston 18yo
  6. Ledaig  18yo limited Release
  7. Ardbeg  Drum Day Whisky 2019

Wir würden uns freuen euch wieder zu sehen.

Slainte

Claymore Whisk Club

Game of Thrones Single Malt Verkostung


conscientia

Am Freitag den 26.4.2019, Fastenzeit bereits zu Ende, war es wieder soweit. Diesmal wurde die „Game of Thrones Single Malt Collection“ verkostet. Jeder Scotch wird von einer angesehenen schottischen Destillerie hergestellt, die als Äquivalent zu einer Familie in Westeros fungiert.

Folgende Scotch wurden kredenzt:

  • CARDHU GOLD RESERVE
  • CLYNELISH RESERVE
  • ROYAL LOCHNAGAR
  • SINGLETON GLENDULLAN
  • TALISKER
  • LAGAVULIN
  • DALWHINNIE WINTER’S FROST
  • OBAN BAY RESERVE

Außerdem gab es wie immer eine deftige Stärkung. Wieder einmal ein gemütlicher Abend unter Whiskyfreunden.

Slainte
Claymore Whisky Club

Verkostung mit Donald MacLellan

Alexander Weller


Freitag 1.Februar:

Es ist für uns Alpler schon was ganz besonders am ersten Tag eines Monats mit einer Whiskyverkostung starten zu können.

Ein schottisches Sprichwort sagt „ If the month is starting with a whisky tasting, you should start that month with whisky songs singing!“

„International Sales Manager“ der www.lochlomondgroup.com Donald Maclellan, hatte offensichtlich, von einem Tasting aus Graz kommend, eine wegen Schneetreibens eher nicht erfreuliche Autofahrt bewältigt und schaffte es gerade noch rechtzeitig zum Innsbruck Termin.

Chapeau für Donald: Nach einer über 5 Stunden Autofahrt, Motor abgestellt, Mantel aus, freundliches Gesicht gemacht und los ging es.

Donald repräsentiert die 1966 gegründete Brennerei www.lochlomondwhiskies.com .

Diese wurde bereits 1984 geschlossen und 1987 erfolgte die Wiedereröffnung.

Besitzer ist die Familie Bulloch, seit 1842 im Spirituosen-Geschäft tätig, übernahm 1994 zusätzlich die Distillery „Glen Scotia“.

Da die Vorgänger nur junge Whisky`s an die Blend-Industrie verkauften, die Überproduktion alle Jahre auf Lager legten und nicht anrührten, entstand ein riesiges Fasslager mit über 400.000 (kein Schreibfehler) gereiften Whisky Fässern.

So entstand ein Eldorado gereifter Whisky`s zu fairen Preisen.

Bekannt wurde Loch Lomond durch die Comic Serie Tim und Struppi.

Capt`n Haddock und auch Struppi haben öfters, vor allem nach gefährlichen Situationen, Loch Lomond zur Beruhigung gebraucht.

Rudy`s Empfang aus der Chivas Magnum Flasche hat auch uns Teilnehmer beruhigt und konnten so Tina`s, wie immer besonders schmackhaftes, Buffet genießen.

Während Thomas Hundsbichler fleißig servierte, erklärte Donald uns besonders interessante Einzelheiten über:

  • Inchmurrin 12y
  • Inchmurrin 2y finish in Madeira Cask, ohne Altersangabe
  • Inchmurrin 18y
  • Glen Scotia 15y
  • Glen Scotia 18y
  • Inchmoan 12y
  • Inchmoan 1992 Vintage

Alle eigentlich mit diesen typischen fruchtigen, honigähnlichen, schokoladenen und leicht rauchigen Nuancen.

Donald entpuppte sich als kompetenter Vortragender!

In seiner australischen Muttersprache war es für uns Zuhörer deutlich leichter seine Ausführungen zu verfolgen, als so manch schottischer Experte.

Mit Herzblut, seiner ganzen Seele und unermüdlichen Körperbewegungen, machte er uns auf viele Feinheiten aufmerksam.

ZB. sollte man sich nach dem Einschenken, zum Trinken eine Minute pro Lagerjahr, Zeit lassen, damit sämtliche Aromen des Whiskys sich in Ruhe weiter entfalten können!

Ich hoffe Donald hat es ohne Zwischenfälle gut zu seinem nächsten Termin nach Italien geschafft, denn der Brennerpass war bis Mittag 2. Februar wegen Schneechaos gesperrt!

Wir erlebten wiederum einen besonders interessanten Abend und bedanken uns bei

Rudy, Tina, Thomas und besonders bei Donald.

www.alexanderweller.at